Vorstellung des neuen Ärztlichen Direktors am LKH Graz West Prim. Univ.-Prof. Dr. Gerald Brandstätter
Zeit: Freitag, 7. Dezember 2007, 14.00 Uhr Ort: LKH Graz West
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Seit 1. Oktober steht das LKH Graz West unter einer neuen ärztlichen Führung. Mit Prim. Univ.-Prof. Dr. Gerald Brandstätter konnte der KAGes-Vorstand einen überaus hochkarätigen Mediziner für diese verantwortungsvolle medizinische Spitzenposition gewinnen. Der gebürtige Grazer ist Facharzt für Innere Medizin und konnte in seinen bisherigen Funktionen als Department- und Abteilungsleiter reichlich Führungserfahrung sammeln und sich dabei bestens bewähren. Univ.-Prof. Dr. Brandstätter verfügt aufgrund seiner zahlreichen Auslandsaufenthalte und Mitgliedschaften zu nationalen und internationalen medizinischen Fachgesellschaften über hervorragende internationale Reputation und Kontakte.
Vision
Fortführen der Entwicklung des LKH Graz West zu einem „Center of Quality“ für breite medizinische Versorgung auf hohem Niveau mit folgender Schwerpunktsetzung:
Interdisziplinäre Gefäßmedizin, onkologische und gastroenterologische Chirurgie mit Spezialisierung in Mamma-Chirurgie, endoskopisch-interventionelle Gastroenterologie, (interventionelle) Kardiologie, Infektiologie, (interventionelle) Bronchologie und Allergologie, interdisziplinäre Schmerztherapie, Notfallmedizin und Pathologie innerhalb des Krankenhausverbundes Graz West und der Region Südwest unter Berücksichtigung von ökonomischen Aspekten.
Zielsetzungen in den einzelnen Verantwortungsbereichen:
Strategische Planung:
- Fördern der dargestellten interdisziplinären Schwerpunkte als Bindeglieder im Krankenhaushausverbund West und in der Region Südwest
- Verstärkte Nutzung von Synergien in der Patientenversorgung des Krankenhausverbundes West zur Bewältigung bevorstehender Bettenreduktionen
- Nahtstellenmanagement und Zusammenwirken mit dem Universitätsklinikum optimieren
- Planung und Umsetzung der Strukturreform im Bereich Innere Medizin / LKH Graz West im Sinne eines zukunftsorientierten Gesamtkonzeptes
- Weiterentwickeln des Zusammenwirkens mit niedergelassenen Ärzten und extramuralen medizinischen und Pflegeeinrichtungen zur Entlastung der Spitalsambulanzen
- Nutzung der Kompetenz in Notfallmedizin und infektiologischer Vorsorgeplanung in der Region
Führung des Ärztlichen Dienstes:
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Teamorientierung und Transparenz in den Entscheidungen und Abläufen
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offene Kommunikationskultur in allen Bereichen
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Koordination der Personalentwicklung im ärztlichen Bereich
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Optimierung der Turnusarztausbildung im Hause.
Medizinische Qualität:
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Patientenorientierung und Menschlichkeit im Behandlungsablauf
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Fortführen und Weiterentwickeln der laufenden medizinischen Qualitätssicherung
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Ableiten eines qualitätsorientierten medizinischen Kennzahlensystems
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Monitoring der Patienten-, Angehörigen- und Zuweiserzufriedenheit
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Etablieren von Risikomanagement
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Durchführung eines objektiven Selbstbewertungsverfahrens nach dem EFQM-Modell
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Koordination von Maßnahmen des Wissensmanagements mit den Abteilungen
Organisation:
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Gemeinsame laufende Anpassung der Prozessorganisation für zufriedene Patienten und Mitarbeiter
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klinisch-medizinischer Beitrag zur Weiterentwicklung des Unterstützungspotentials der EDV
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Ausbau des medizinischen Controllingsystems zur Führungsunterstützung in den Abteilungen (Schaffung datenorientierter ökonomischer Entscheidungsgrundlagen)
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Bestmögliche Entlastung des medizinischen Personals von administrativen Tätigkeiten.
Dem LKH Graz West obliegt die Versorgung der Bevölkerung des Großraumes Graz westlich der Mur in den Fächern Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie, Pulmologie, Radiologie und Pathologie. Die Leistungen der Inneren Medizin werden durch die Abteilungen für Innere Medizin 1 und 2 erbracht. Die Abteilung für Innere Medizin 2 ist in die beiden Departments für Gastroenterologie sowie Kardiologie und Intensivmedizin gegliedert. Die Abteilung für Chirurgie soll zukünftig mit einem Department für Gefäßchirurgie die gefäßmedizinische Versorgung erweitern. Hervorzuheben ist die gemeinsame fachspezifische EBA (Erstversorgung – Beobachtung – Aufnahme) – Funktion in Chirurgie und Innere Medizin, die Akutpatienten rund um die Uhr zur Verfügung steht. Die EBA und die gesamte Funktionsdiagnostik im Hause wird in besonderer Weise als gemeinsame interdisziplinäre Einrichtung genützt. Ebenso zukunftsorientiert sind die Tagesklinik sowie interdisziplinär genutzte Stationen. Österreichweit einzigartig ist die Kooperation zwischen Spitälern mehrerer Rechtsträger im Krankenhausverbund West.
Bettenstand und Patientenzahlen:
Den 5 bettenführenden Abteilungen stehen dzt. 256 Betten, davon 7 Anästhesiologische und 9 Internistische Intensivbetten, zur Verfügung.
Im Jahr 2006 wurden 34.800 stationäre und 11.000 ambulante Patienten im LKH Graz West behandelt. Durchschnittlich frequentieren ca. 122 ambulante Patienten / Tag die internistische und chirurgische EBA.
Leistungen:
Die Chirurgische Abteilung erbringt pro Jahr weit über 2.000 Operationen, die überwiegend dem abdominalchirurgischen und onkologisch-chirurgischen Fachbereich zuzuordnen sind sowie der Mammachirurgie.
Die beiden Internistischen Abteilungen leisten gemeinsam mit der chirurgischen Abteilung etwa 2.700 Gastroskopien und 1.700 Coloskopien im Jahr. Als endoskopisch-interventionelle Schwerpunktsetzung erbringt das Gastroenterologische Department knapp 500 ERCPs / Jahr mit einem hohen interventionellen Anteil bei Erkrankung der Gallengänge und der Bauchspeicheldrüse.
Die Abteilung für Innere Medizin1 kommt ihrer traditionellen Expertise bei Infektionserkrankungen nach und führt die einzige HIV-Ambulanz in der Steiermark.Das Kardiologische Department betreibt eines der größten Echokardiographie-Labors in Österreich (ca. 6.000 Echokardiographien / Jahr) und erbringt etwa 1.300 Herzkatheteruntersuchungen sowie ca. 600 Ballondilatationen (PTCA) pro Jahr. Als eine der 3 steirischen Kardiologien leistet sie damit ihren Beitrag zur Akutversorgung von Herzinfarktpatienten mittels Herzkatheter.
Die Pulmologische Tagesklinik gehört mit jährlich ca. 450 Bronchoskopien und hohem Anteil von interventionellen und starren Bronchoskopien zu den führenden Bronchologien und ist neben der pulmologisch-onkologischen Patientenversorgung auch in Allergologie spezialisiert.
Die Anästhesiologische Abteilung hat neben Ihrer anästhesiologischen u. intensivmedizinischen Versorgung auch eine interdisziplinäre Schmerzambulanz aufgebaut und leitet den Notarztstützpunkt im Westen von Graz.
Die Radiologische Abteilung erbringt pro Jahr etwa 35.000 röntgenologische, sonographische und interventionelle Leistungen und weist eine hohe Expertise in der Mammadiagnostik auf.
Im Zusammenwirken mit dem hauseigenen Pathologischen Institut (ISO-zertifiziert) erfolgt die Diagnostik von Erkrankungen der weiblichen Brust in kürzester Zeit auf höchster Befundqualitätsebene. Insgesamt werden am pathologischen Institut über 35.000 histologische u. zytologische Befunde pro Jahr für das eigene Haus und die umliegenden Krankenanstalten erstellt.
Die Anstaltsapotheke wird nach höchsten qualitätssichernden Kriterien (GMP) geführt.
| Geburtsdatum: | 15.07.1944 |
| Geburtsort: | Graz |
| Familienstand: | verheiratet, zwei erwachsene Söhne |
| Schulausbildung, Studium: | |
| 1950 – 1954 | Volksschule |
| 1954 – 1962 | Akademisches Gymnasium, Graz |
| 1962 | Reifeprüfung |
| 1962 – 1970 | Medizinstudium an der Karl-Franzens-Universität Graz |
| 22.12.1970 | Promotion zum Doktor der Gesamten Heilkunde |
| Beruflicher Werdegang: | |
| 1971 | II. Chirurgische Abteilung des LKH Graz (Univ.Prof. Dr. Köle) |
| 1972 - 1976 | Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin an der II. Medizinischen Abteilung des LKH Graz (Univ.Prof. Dr. Greif); anschließend weiter als Oberarzt an derselben Abteilung tätig mit Schwerpunkt Gastroenterologie |
| 1974, 1975 | Auslands-Studienaufenthalte in Erlangen (Prof. Demling) |
| 1978, 1979 | Auslandsstudienaufenthalte in Wilhelmshaven (Prof. Safrany) |
| 07.05.1985 | Habilitation zum Univ.Doz. für Innere Medizin(Habilitationsschrift "Pharmacological pressure reduction in the human common bile duct ") |
| 06.10.1993 | Verleihung des Berufstitels „außerordentlicher Universitätsprofessor“ durch den Bundespräsidenten |
| 01.01.1994: | Leiter des Departments für Gastroenterologie an der II. Medizinischen Abteilung des LKH Graz |
| 01.01.2000 | Bestellung zum Leiter der II. Medizinischen Abteilung des Universitätsklinikums Graz |
| 01.12.2002 | Mit Übersiedelung der II. Medizinischen Abteilung in das neu erbaute LKH Graz West Übernahme der Leitung der nunmehrigen Abteilung für Innere Medizin 2 im LKH Graz West |
| 01.01.2006 | Betrauung mit der zusätzlichen Funktion als interimistischer Leiter der Abteilung für Innere Medizin 1 im LKH Graz West |
| 01.10.2007 | Ärztlicher Direktor des LKH Graz West |








