Spatenstichfeier zur Erweiterung der orthopädischen radiologischen Ambulanz und Verlegung der Sonderklasse am LKH Bad Radkersburg
Bad Radkersburg, am 25. September 2009 -
Einen bedeutenden Fixpunkt in der heimischen Spitalsversorgung stellt das LKH Radkersburg dar. Mit der zusätzlichen Spezialisierung auf ein orthopädisches Zentrum werden seit Jahren PatientInnen aus anderen Regionen der Steiermark in hoher Qualität versorgt. Dank der hohen Akzeptanz der Leistungen und durch die erfreulich hohe Auslastung des Hauses geriet man in den letzten Jahren allerdings an die räumlichen Grenzen des bereits über 100 Jahre alten Spitals. Diese Raumknappheit soll nun in zwei Bauphasen beendet werden. Im Erdgeschoss sollen die Radiologie und die orthopädische Ambulanz samt Wartehalle ein topmodernes Zuhause bekommen. Weiters bieten Verwaltungsräume und eine Cafeteria mit Außenterrasse zusätzliche Annehmlichkeiten für die PatientInnen, BesucherInnen und MitarbeiterInnen. Im ersten Obergeschoss wird die Sonderklassestation der Abteilung für Innere Medizin auf einer Ebene zusammengeführt und auf einen hohen Hotelstandard gebracht. Durch das Bauvorhaben werden 285 m² Nettofläche umgebaut und 475 m² pro Etage im Zubau gewonnen. Das Projekt umfasst den Zubau des Nordwesttraktes bis zum ersten Obergeschoss, sowie den Umbau im Erdgeschoß des Bestandes. Mit einem Investitionsaufwand von rund 5,7 Millionen Euro soll in den nächsten zwei Jahren die bauliche Modernisierung zügig realisiert werden.
Der Zubau im Detail
Der Neubau umfasst im Erdgeschoß den Hauptzugang, die erweiterten Räume der Administration und der Radiologie und eine Cafeteria. Dabei entstehen im administrativen Bereich eine Rezeption, Aufnahme, Verrechnung und Schreibzimmer und in der Radiologie zwei Röntgenaufnahmeräume mit Schaltraum, Bildbearbeitung und Befundschreibung. Das Obergeschoss wird mit sieben Patientenzimmern (zwei Einbettzimmer und fünf Zweibettzimmer) der Sonderklassenstation, einem Tagraum, zwei Untersuchungszimmern und Funktionsräumen ausgeführt. Im Kellergeschoss wird die Haustechnik für das gesamte Landeskrankenhaus konzentriert untergebracht.
Der Zugang erfolgt mittels einer breiten Rampenanlage und einer Haupttreppe mit Lift, über die der Patient barrierefrei und zentral den Anmelde- und Wartebereich des Hauses erreicht. Damit wird ein neuer behindertengerechter Haupteingang geschaffen.
Architekturbeschreibung
Der neu zu errichtende Baukörper übernimmt die Fluchtlinien des gründerzeitlichen Hauptgebäudes und setzt die Fassadenstaffelung in abstrahierter Form fort. Durch den ebenfalls zweigeschossigen Zubau wird ein Kontinuum der ursprünglichen Gebäudehöhe herbeigeführt. Was im historischen Gebäude an Fassadenschmuck dem Baukörper vorgehängt wurde, wird im Neubau in einen vorgestellten Körper transformiert. So entsteht ähnlich wie im Bestand eine tiefe, reliefartige Fassadenfigur die dem gesamten Bauwerk eine lebendige, räumliche Staffelung verleiht. Der in den siebziger Jahren errichtete Zubau rückt so in die zweite Ebene der Wahrnehmung, seine herbe Dominanz ist gebrochen.
Auf allen drei Geschossen sind Bestand und Neubau barrierefrei miteinander verbunden. Der Neubau wird über eine Rampe erschlossen, der Eingang befindet sich im Untergeschoß. Von hier aus gelangt man über einen Personenaufzug oder eine Stiege in die Empfangshalle im Erdgeschoß. Hier sind sämtliche Untersuchungsräume und die Radiologie situiert. Über einen internen Gang über der Eingangsrampe sind all diese Räume miteinander verbunden ohne die Flächen für Patienten und Besucher zu queren.
Im Anschluss an die Empfangshalle sind Warteräume für Besucher und Patienten so situiert, dass Wartende die Zugänge zu den Untersuchungsräumen ständig im Blick haben und sich nicht im Gangbereich aufhalten müssen. Weiters befindet sich im Erdgeschoß eine auch unabhängig von den Betriebszeiten der Ambulanz zu betreibende Cafeteria mit Außenterrasse. Im ersten Obergeschoß ist eine Sonderklassestation mit Tagraum, Terrasse und den erforderlichen Nebenräumen situiert.
| Kosten (Stichtag 11/2008): |
€ 5,734 Mio. |
| Nettofläche: |
1.710 m² |
| Baubeginn: |
September 2009 |
| Fertigstellung Bauphase 1: |
November 2010 |
| Fertigstellung Bauphase 2: |
Oktober 2011 |







