KAGes und Med Uni Graz beschreiten gemeinsam neue Wege
Graz, am 3. Februar 2010 -
Nach intensiven Verhandlungen haben sich die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) und die Medizinische Universität Graz (Med Uni Graz) in einer Absichtserklärung auf eine neue Form der Zusammenarbeit am LKH-Univ. Klinikum Graz geeinigt. Dadurch sollen Patientenbetreuung, Lehre und Forschung, welche nicht trennbar sind, sondern wechselseitige Voraussetzungen darstellen, gemeinsam auf optimalem Niveau betrieben werden.
Die Absichtserklärung von KAGes und Med Uni Graz enthält zwei wesentliche Schwerpunkte: Installierung einer gemeinsamen Klinikumsleitung und Erstellung eines gemeinsamen Budgets. Die Klinikumsleitung als neues, gemeinsames Führungsgremium setzt sich aus der Anstaltsleitung des LKH-Univ. Klinikum Graz sowie dem Rektor und einem Vizerektor bzw. Vizerektorin der Med Uni Graz zusammen. Diese Klinikumsleitung wird ein gemeinsames Budget für Krankenversorgung sowie Forschung und Lehre erstellen, das sowohl den gesamten Klinischen Bereich der Med Uni Graz für Lehre und Forschung als auch die gesamte Krankenversorgung des LKH-Univ. Klinikum Graz umfassen wird.
Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Dr. Werner Leodolter: „Wir setzen damit den Schritt, den wir in zahlreichen Führungskräftekonferenzen und Klausuren in den letzten zehn Jahren immer wieder angestrebt haben. Wir sind zuversichtlich, durch diese gemeinsame Führung eine Vereinfachung der administrativen Abläufe, sowie eine stärkere Bündelung der Klinischen Forschung und Lehre zu erzielen. Dadurch können wir die Qualität der Patientenversorgung und der patientenbezogenen Abläufe sowie die Ergebnisse von Forschung und Lehre weiter verbessern."
Rektor Univ.-Prof. Dr. Josef Smolle: „Wir beschreiten durch diese Zusammenarbeit einen entscheidenden Weg in die Zukunft. Gemeinsam leisten wir universitäre Lehre, Forschung auf internationalem Niveau und spitzenmedizinische Gesundheitsversorgung. Durch diese Zusammenarbeit wird aber nicht nur die Spitzen- und Spezialversorgung der steirischen Bevölkerung weiter optimiert, auch der Wissenschaftsstandort Graz wird gestärkt. Weiters werden von dieser Lösung neue Impulse für den Humantechnologie-Cluster in der Steiermark ausgehen."
Nach der Einigung über die neue Struktur und Führung des LKH-Univ. Klinikum Graz werden nun die Budgets der nächsten Jahre in Zahlen gegossen und ein Zusammenarbeitsvertrag aufgesetzt, der von den Trägern und Eigentümern zu beschließen ist. „Wir sind zuversichtlich, in den nächsten Monaten auch die konkreten vertraglichen Vereinbarungen mit Zustimmung des Landes und des Bundes zu schaffen", sagen Leodolter und Smolle.
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