Offizielle Vorstellung des neuen Leiters der Abteilung für Neurologie Prim. Dr. Franz Stefan Höger
Graz, am 4. März 2010 -
LSF Graz: Neuer Primarius stellt sich vor
Arzt mit Fachkompetenz & Führungserfahrung
Nachdem Primarius Dr. Hans-Werner Wege in seinen wohlverdienten Ruhestand getreten ist, übernimmt mit Prim. Dr. Franz Stefan Höger ein anerkannter Neurologe die verantwortungsvolle ärztliche Topfunktion an der Abteilung für Neurologie. Der dreifache Familienvater verfügt über beeindruckende medizinische Erfahrung und Führungsqualität. Letztere konnte er als Primararzt im Krankenhaus Oberwart in den letzten sechs Jahren hervorragend unter Beweis stellen.
Auch als langjähriger Präsident der MS-Gesellschaft Burgenland und em. Vorstandsmitglied der österreichischen MS-Gesellschaft verfügt Primarius Dr. Franz Stefan Höger über ausgezeichnete Reputation und Kontakte in neurologischen Fachkreisen, die letztlich auch der Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz zugute kommen.
Statement von Prim. Dr. Franz Stefan Höger
An der von Hans-Werner Wege begründeten Abteilung, vielen Steirerinnen und Steirern als Schlaganfallstation bekannt, wurden in den vergangenen 30 Jahren unzählige Patienten mit Schlaganfall akut betreut und in der Rehabilitation behandelt. Die Neurologische Abteilung an der LSF Graz zählt in Österreich zu den größten ihrer Art.
Der Ruf der Abteilung in der Schlaganfallbehandlung ist weit über die Landesgrenzen hinaus ausgezeichnet. So werden auch Patienten aus anderen Bundesländern zum Beispiel zur Rehabilitation an die Neurologie am der LSF transferiert.
Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen bei Erwachsenen. Jährlich erleiden etwa 20 000 Österreicher einen Schlaganfall, und die dreifache Zahl leidet an den Folgen. In der Steiermark wurde in den letzten Jahren mit großem Engagement ein weltweit vorzeigbares Netz moderner Schlaganfallstationen, sogenannte „Stroke Units" geschaffen. In diesen werden die Patienten kontinuierlich personell und apparativ überwacht und es ist im Akutfall die Auflösung des Blutgerinnsels eines verstopften Gefäßes im Gehirn mittels Spritze möglich. Zu diesem Zweck ist eine aufwändige und umfangreiche Logistik von der Alarmierung bis zur Rehabilitation unter Einbeziehung aller Partner im Gesundheitswesen nötig. Dieses Vorgehen muss auch ständig den neuen medizinischen Erkenntnissen angepasst werden.
An der Abteilung in der LSF stehen eben eine solche Stroke Unit mit 5 Betten und moderne diagnostische Möglichkeiten wie Labor, Ultraschall der Halsgefäße und Computertomographie sowie MR-Befundung, Schluckdiagnostik und Neuropsychologie zur Verfügung. Hervorragend ist auch die Zusammenarbeit mit den anderen an der LSF agierenden Berufsgruppen.
Ich bin somit stolz darauf, hier an einer der ersten solcher auf Schlaganfall spezialisierter Einrichtungen in Österreich tätig sein zu können.
Insbesondere ist die hier mögliche - an die Akutbehandlung und -abklärung anschließende - Rehabilitation der Schlaganfallfolgen durch die vorzeigbare, multimodale Rehabilitation von Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie für alle Beteiligten motivierend. Dies ermöglicht den Betroffenen, die Alltagsanforderungen besser bewältigen zu können. Oft ist dann noch ein weiteres Heilverfahren in einem der steirischen Reha-Zentren sinnvoll.
Zusätzlich steht eine spezielle Überwachungs- und Pflegeeinheit, die sogenannte B-Reha-Station mit Intensivbetten, zur Verfügung, an der neurologisch Schwerstkranke mit enormem Aufwand etwa nach neurochirurgischen Eingriffen oft wochen- und monatelang versorgt werden.
In den vergangenen Jahren wurde die Neurologie an der LSF zunehmend aber auch Anlaufstelle für Betroffene mit einer Vielzahl von anderen neurologischen Krankheitsbildern. Es gilt, diese Öffnung der Abteilung hinsichtlich einer modernen Akutneurologie weiter zu betreiben, ohne die Kernkompetenz, den Schlaganfall, zu vernachlässigen.
Unsere Partner sind neben den Betroffenen und ihren Angehörigen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im weiten Umkreis sowie die Spitäler im Grazer Westen und in der West- und Südsteiermark und das nahe gelegene MR-Institut. Darüber hinaus wurde eine Kooperation mit dem LKH Graz West und mit der Univ.-Klinik für Neurologie in Graz bereits im letzten Sommer initiiert.
Bedingt durch die alternde, wachsende Bevölkerung in unserer Region ist in den nächsten Jahrzehnten demographisch mit einer ständigen Zunahme an neurologischen Erkrankungen zu rechnen.
Im Spannungsfeld ökonomischer Zwänge und gesellschaftlicher Veränderungen sind gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten nötig, um sich diesen Herausforderungen stellen zu können.
Geboren am 1.6.1958 in Voitsberg
Verheiratet mit Dr. Gerda Höger
Drei Kinder im Alter von 25, 23 und 14 Jahren
Ausbildung:
Volksschule und Gymnasium in Graz
Matura 1976
Medizinstudium an der KFU in Graz, Promotion im Jänner 1985
Beruflicher Werdegang:
Turnusarzt in Graz, Feldbach und Leoben
Ius practicandi zum Praktischen Arzt 1988
Sekundararzt am RZ Bad Ischl-Lindau 1988/89
Ausbildung im Fach Neurologie im LKH Leoben und am KH der BHB in Graz- Eggenberg 1990-1995
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie seit 1995
Oberarzt am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder bis 2003
Primarius der Abteilung für Neurologie am Krankenhaus in Oberwart 2003-2009
Weitere Ausbildungen:
Zertifikat für EEG / Klinische Neurophysiologie der ÖGN
Zertifikat für Epileptologie der Liga gegen Epilepsie
Zertifikat für Dystoniebehandlung der ÖDBAG und ÖGN 2008
ÖÄK-Diplom für spezielle Schmerzmedizin 2009
Zertifikat für medizinische Führungskräfte an der Donau-Universität Krems 2009
Ausbildner für Neurosonologie
Weitere Tätigkeiten:
Präsident der MS-Gesellschaft Burgenland und Vorstandsmitglied der österreichischen MS-Gesellschaft
Schaffung der ersten Stroke Unit im Burgenland 2006
Verantwortlicher für Ernährung, für Fortbildung und für interdisziplinäre Schmerzmedizin am KH Oberwart
Unterrichtender an der Krankenpflegeschule des Landes Burgenland
Vorträge zum Thema Schlaganfall, Demenz, Notfallmedizin, Multiple Sklerose und Epilepsie
| Tatsächliche Betten.............................................. |
131 |
| Stationäre Betten (Aufnahmen)............................ |
2800 |
| Ambulante Behandlungsfälle................................. |
4400 |
| Durchschnittliche Verweildauer (inkl. Reha)........... |
18 Tage |
| Betten-Auslastung............................................... |
85 % |
Personal:
19 ÄrztInnen
3 PsychologInnen
1,5 SozialarbeiterInnen
1,5 Biomedizinische Analytikerinnen
7,5 Ergotherapeutinnen
5,5 Logopädinnen
19 PhysiotherapeutInnen
83 Diplomierte PflegerInnen
35 PflegehelferInnen
2 HeilmasseurInnen
3 Sekretärinnen







