Ein "sichtbares" Zeichen für das LKH Bad Aussee
Bad Aussee, am 4. Juni 2010 -
Computertomografie Eröffnungsfeier
Noch vor Baubeginn des neuen LKH Bad Aussee verzeichnet das LKH Bad Aussee einen erfreulichen medizinischen Qualitätssprung. Mit der Inbetriebnahme der Computertomographie wird die bildgebende Diagnostik im Haus deutlich verbessert. Mit der Inbetriebnahme des CT´s fallen nun die bisher notwendigen, belastenden Fahrten zur CT-Untersuchung in das LKH Rottenmann weg. Die CT-Einheit ist im Großgeräteplan des „Österreichischen Strukturplans Gesundheit" (ÖSG) mit Beschluss vom 6.3.2009 enthalten. Erfreulich ist auch die volkswirtschaftliche Komponente. Von den elf beauftragten Unternehmen kommen fünf aus der Obersteiermark, der Rest verteilt sich auf vier steirische und drei österreichische Unternehmen.
Gesundheitslandesrätin Dr.in Bettina Vollath: „Ich persönlich freue mich insbesondere, dass wir es seitens des Landes Steiermark gemeinsam mit der KAGes geschafft haben, dieses wichtige Projekt zu realisieren, auch wenn es enorme Anstrengungen erforderte. Wir sind in Vorleistungen gegangen, weil uns die Patientinnen und Patienten so wichtig sind - denn unsere steirische Gesundheitspolitik stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Wir wollen eine leistbare, qualitative hochwertige Gesundheitsversorgung für alle Steirerinnen und Steirer und dafür stehen wir ein. Ein Danke nochmals an alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die mit uns gemeinsam diese Weg gegangen sind!"
Präzise Schnittbilder vom Körperinneren
Die Computertomographie zählt zu den modernen bildgebenden Verfahren und ist ein medizintechnisches High-Tech-Gerät. Das CT erzeugt Schnittbilder vom Körperinneren des Patienten, die eine schnelle und präzise Diagnosestellung des Krankheitsbildes unterstützen. Liegend wird der Patient in einen Ring geschoben, in dem eine Röntgenröhre und ein Detektor rotieren. Der Detektor misst die durch den Körper dringende Röntgenstrahlung und wandelt sie in elektronische Signale um, die dann auf einem Computerbildschirm als Schnittbilder des Körpers visualisiert werden. Zusammengesetzt ermöglichen mehrere Schnittbilder eine dreidimensionale Darstellung innerer Körperregionen.
Das Projekt im Detail
Um einen wirtschaftlichen Betrieb im Altbau bei gleichzeitiger Sicherstellung eines hohen Gerätestandards zu gewährleisten, wurde ein generalüberholtes 4-Schicht-CT-Gerät angeschafft. Die notwendigen Flächen für die Betriebstelle konnten durch die Auflassung des Personalspeisesaals und einer angrenzenden Küchenpersonal-Umkleideeinheit frei gemacht werden. Als Ersatz für den Personalspeisesaal wurde der Tagraum in der Chirurgischen Station im 1.OG für diesen Zweck adaptiert. Der Zugang zum CT-Bereich für ambulante Patienten und Liegendpatienten erfolgt über den Mittelgang der Ambulanz, der gleichzeitig Zugang für den Bereich Dienst-OP ist.
Folgende Räume wurden für den CT-Bereich hergestellt bzw. adaptiert:
• Interner Gang mit Wartebereich
• Bestehende WC Ausstattung als Patienten-WC inkl. Lichtruf
• CT-Untersuchungsraum mit einer Umkleidekabine
• CT-Bedienraum mit Verbindungstür und Strahlenschutzfenster zum CT-Raum
• CT-Technikraum mit E-Verteiler, Generator- und Rechnerschrank
• Der CT-Untersuchungsraum, der Bedienraum und der CT-Technikraum werden mittels Splitgeräten gekühlt.
Als wesentliche medizintechnische Ausstattung sind neben dem CT vorhanden:
• eine Ausstattung zur teleradiologischen Betreuung durch Rottenmann
• ein Röntgenkontrastmittelinjektor
• ein Narkosegerät mit Patientenmonitor
• eine Notfalleinheit mit Defibrillator
Der Computertomograph
Es handelt sich um einen Computertomographen der Type Siemens Somatom Sensation 4 mit kontinuierlich rotierendem Röhren-Detektorsystem für die Untersuchung des gesamten Körpers.
Die Rotationsgeschwindigkeit des Aufnahmesystems beträgt 120 U/min. Das Gerät ermöglicht Mehrschicht-CT-Untersuchungen bis zu einer zeitlichen Auflösung von 125 Millisekunden und bis zu 8 Schichten pro Sekunde auf Basis schneller Schleifringtechnologie. Damit sind in einer typischen Atemanhaltezeit von 20 Sekunden bis zu 160 Schichtaufnahmen möglich. Die maximale Scanlänge beträgt 157 cm bei einem Scanfeld von 50 Zentimeter.
Die Kommunikation des Röntgenpersonals mit dem Patienten erfolgt über eine im Scanner eingebaute Gegensprechanlage.
Für die Abführung der anfallenden Verlustwärme ist ein umweltfreundlicher Wasser-Wasser-Wärmetauscher enthalten. Dadurch ist eine höchste Systemverfügbarkeit, unabhängig von den Umgebungsbedingungen gegeben. Weil das Siemens-eigene syngo-User Interface dem des CTs im LKH Rottenmann entspricht, ergeben sich Bedienungsvorteile für das zukünftig gemeinsame Radiologische Institut im Spitalsverbund Rottenmann-Bad Aussee.
Zahlen & Fakten
Baubeginn................................................................................ 22. März 2010
Bauende /Übergabe ......................................................................12. Mai 2010
Offizielle Inbetriebnahme:............................................................... 28. Mai 2010
Adaptierungskosten............... ...........................................................€ 343.000







