Eröffnungsfeier Renovierung des Westflügels der Universitätsklinik für Innere Medizin.
Graz, am 25. August 2010 -
LKH-2000-Projekt: Renovierung des Westflügels
„Etappensieg" der Grazer „Med" am Weg zu einer Klinik mit europäischem Topstandard
2012 wird die Grazer Universitätsklinik für Innere Medizin (UKIM) zu den modernsten ihrer Art zählen. Vor Beginn der Modernisierung 1995 zählte der Flächenstandard an der UKIM von nur 18,1 m² je Bett zum niedrigsten im gesamten Grazer Klinikum. Nach der Fertigstellung der beiden Erweiterungsbauten, der Sanierung des Ostflügels und mit der Eröffnung des Westflügels ist der Flächenstandard auf beachtliche 45 m² je Bett angewachsen. Somit verfügt die Medizinische Universitätsklinik über eine Infrastruktur, die europäischen Spitzenstandard darstellt.
Die Gesamtmodernisierung der Universitätsklinik für Innere Medizin umfasst die Errichtung der beiden Erweiterungsbauten sowie drei Altbau-Sanierungsabschnitte.
Als erster Schritt zur Standardanhebung wurde in den Jahren 1995 bis 1997 der Erweiterungsbau I mit drei Normalpflegestationen à 32 Betten und 20 Dialyseplätzen errichtet. (Trakt D)
Zur zwischenzeitlichen Verbesserung der räumlichen Betten-Situation wurden in den Trakten A und C die Sonderklassebereiche adaptiert und die Endoskopie/Bronchoskopie (Trakt C) untergebracht.
Die EBA (Erstuntersuchung-Beobachtung-Aufname) (Trakt F) verbessert die Aufnahme von Spontanpatienten, u.a. für die Univ.-Klinik für Innere Medizin.
Das Projekt Erweiterungsbau II (Trakt E) wurde 2005 fertiggestellt und umfasst den Funktionstrakt mit drei Ambulanzen, Forschungs- und Laborflächen sowie Intensivbereich (20 Betten).
Der im ersten Quartal 2008 fertiggestellte Ostflügel (Trakt A) war der erste große Schritt in der Renovierung des H-förmigen Ensembles der Universitätsklinik für Innere Medizin. Neugestaltet wurden dabei die Ambulanz- und Stationsbereiche der Klinischen Abteilung für Kardiologie sowie die beiden Card-Angio-Anlagen (Herzkatheter). Weiters wurde die Bettenstation der Klinischen Abteilung für Endokrinologie modernisiert.
Im nunmehr fertiggestellten Westflügel (Trakt C) wurden die verbleibenden Geschosse und somit zwei Pflegestationen modernisiert. Zusätzlich wurde die RCU-Einheit (Respiratory Care Unit) sowie drei Schlaflaborbetten samt den dazugehörigen administrativen Bereichen errichtet.
Den Gesamtabschluss zu Ende 2012 wird die Fertigstellung des Mitteltraktes (Trakt B) bilden. Neben dem Umbau der Intensivstation und der Laboreinheit werden auch Räumlichkeiten für die Tagesklinik geschaffen. Der geplante Start für dieses letzte Sanierungsprojekt ist Herbst 2010.
Die Sanierung des Westflügels im Detail
In einer Bauzeit von knapp 18 Monaten wurde die Modernisierung mit einem Kostenaufwand von knapp 7,6 Millionen Euro durchgeführt. Sowohl zeitlich als von den Kosten her konnte das Bauprojekt exakt nach Plan realisiert werden. Großes Augenmerk wurde dabei während der gesamten Bauzeit auf einen reibungslosen Klinikbetrieb unter Einhaltung der strengen KAGes-internen Hygienerichtlinien gelegt.
Im ersten Obergeschoß liegen die Station der Rheumatologie mit insgesamt 31 Betten - davon acht in der Sonderklasse - und die Klinische Abteilungsleitung. Die Erreichbarkeit ist durch zwei nahe Liftgruppen, das Stiegenhaus West und den Verbindungsgang vom Mitteltrakt in Richtung Erweiterungsbau EB I gut gegeben.
Im zweiten Obergeschoß wurde ebenfalls eine Normalpflegestation mit insgesamt 26 Betten - davon sieben in der Sonderklasse - eingeplant. Hier besteht die Besonderheit einer zusätzlichen RCU-Funktion - Respiratory Care Unit - für die Pulmonologie mit vier Betten und einer möglichen Erweiterung um ein benachbartes Krankenzimmer. Die ursprünglich vorgesehene Fläche für die Abteilungsleitung wurde aus medizinisch-organisatorischen Gründen für das Schlaflabor mit drei Betten verwendet.
Im dritten Obergeschoß sind nun die Abteilungsleitung für Pulmonologie, fünf Nachtdienstzimmer und Ärztearbeitszimmer mit 40 Arbeitsplätzen sowie ein Sozialbereich untergebracht.
Hinzuweisen ist, dass einige Räume bis zur Fertigstellung des Mitteltraktes interimistisch genutzt werden müssen und endgültig erst Ende 2012 widmungsgemäß verwendet werden können.
Medizintechnische Ausstattung:
Die Normalpflegestationen für Pulmonologie bzw. Rheumatologie sind gemäß KAGes-Standard ausgestattet.
Die RCU im Verband der Pulmonologiestation enthält vier Betten mit Patientenmonitoring zur Erfassung der relevanten Vitalparameter sowie Spritzen-und Infusionssysteme und Geräte zur Beatmungsunterstützung. Die Patientenmonitore sind auf einem zentralen Überwachungsplatz zusammengeschaltet.
Das Schlaflabor ist mit drei Schlaflaborplätzen (Polysomnographiesystem) ausgestattet. Diese erlauben die Überwachung und Aufzeichnung sämtlicher schlafmedizinischer Messwerte inkl. Videoaufzeichnung. Die aufgezeichneten Daten und Messwerte der Schlaflaborpatienten werden im zentralen Überwachungs- und Auswerteraum überwacht, digital archiviert und ausgewertet. Die Schlaflaborplätze sind mit Beatmungsunterstützungsgeräten ausgestattet.
Ein starker Impuls für die heimische Bauwirtschaft
Bauten im Spitalswesen sind stets von hohem öffentlichen Nutzen. Zum einen wird die Spitalsinfrastruktur nachhaltig verbessert, zum anderen wird die Bauwirtschaft mächtig angekurbelt. Die bekannt hohe heimische Wertschöpfung von KAGes-Bauprojekten hat sich auch bei diesem Bauprojekt fortgesetzt. In den öffentlichen Ausschreibungen konnten sich die steirischen Firmen mit 64 Prozent der Gesamtsumme eindrucksvoll behaupten. Insgesamt waren über 50 Firmen beschäftigt.
Für Gesundheitslandesrätin Dr.in Bettina Vollath steht fest: „Seitens des Landes Steiermark haben wir es gemeinsam mit der KAGes geschafft, mit LKH 2000 und LKH 2020 enorm wichtige Projekte für den Erhalt und Ausbau der qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung der Steirerinnen und Steirer zu realisieren. Im Mittelpunkt aller unserer Bemühungen steht natürlich der Mensch, an dessen Bedürfnissen heute und in Zukunft sich das Gesundheitssystem orientieren und ausrichten soll und muss. Die Renovierung des Westflügels darf zurecht als Etappensieg der Grazer MED auf dem Weg der Modernisierung hin zu einer Klinik europäischen Spitzenstandards bezeichnet werden. Ein herzliches Danke nochmals an alle Beteiligten für die großartige Zusammenarbeit in diesem Projekt, das zusätzlich - wie alle KAGes-Bauprojekte - einen Mehrwert für die steirische Bauwirtschaft und ihren Beitrag zur Beschäftigung ausweisen kann."
Projektkenndaten zur Sanierung Westflügel:
Betten ....................................................................................61 Betten (1.+ 2. OG)
Bruttogeschossfläche ................................................................................3 240 m²
Nutzfläche .................................................................................................1 900 m²
Bruttorauminhalt .....................................................................................14 240 m³
Kosten (prognostizierte Ist-Kosten) . .................................................Euro 7,59 Mio.
Termine:
Baubeginn ... .......................................................................................Jänner 2009
Inbetriebnahme .........................................................................................Juli 2010
Bauzeit ....................................................................................................18 Monate










