Spatenstichfeier zum Neubau Versorgungszentrum
Graz, am 30. November 2011 -
Spatenstich: Versorgungszentrum am LKH-Univ.Klinikum Graz
100 Jahre nach seiner Vollinbetriebnahme zählt das LKH-Univ. Klinikum immer noch zu Europas Topadressen und bietet dabei seinen süd-ostösterreichischen Patient(inn)en eine international hochwertige Spitzenmedizin. Das modernisierte Großklinikum besticht aber nicht nur durch seine anerkannten medizinisch-pflegerischen Topleistungen, sondern auch durch seine imposanten Logistikleistungen. Immerhin entspricht das Versorgungsvolumen der Kliniken einer Kleinstadt mit rund 5.000 Einwohnern und erfordert eine hochkomplexe Spitalslogistik: Beispielsweise werden pro Tag rund 1.000 Patient(inn)enfahrten unter höchsten Sicherstandards durchgeführt. Im knapp zwei Kilometer langen Tunnelsystem werden täglich in rund 1.400 Fahrten u. a. 17 Tonnen Wäsche transportiert. Jeden Tag kocht die Spitalsküche 3.800 Mittagessen, die zielgenau den Weg zu den Patient(inn)en finden. Neun Tonnen Müll müssen entsprechend strengen Auflagen sachgerecht entsorgt werden.
Mit dem Modernisierungsprojekt LKH 2000 werden die logistischen Abläufe optimiert. Nach dem bereits fertig gestellten Tunnelsystem und dem Anlieferungsbahnhof entsteht nun mit dem Versorgungszentrum das „Herzstück" des gesamten Logistikkreislaufes.
Das Bauprojekt im Detail
Im achtgeschossigen Gebäude befinden sich zentrale Versorgungsbereiche wie die Küche, die Anstaltsapotheke oder die Zentralsterilisation. Unter dem Gebäude wird auf drei Geschossen eine Tiefgarage erbaut. Das Projekt mit einer Bruttogeschossfläche von 30.860 m² wird in den folgenden dreieinhalb Jahren mit einem Gesamtkostenaufwand von 71,9 Millionen Euro errichtet. Angesichts der bekannt hohen regionalen Wertschöpfung von KAGes-Bauten verbindet sich mit diesem Bauprojekt auch ein kräftiger Impuls für die Bauwirtschaft.
Versorgungszentrum
Das Versorgungszentrum beinhaltet auf vier Geschossen folgende Funktionseinheiten:
• Zentrallager:
Im zweiten und im ersten Untergeschoß ist das zentrale Wirtschaftslager vorgesehen. Ein Palettenlager reicht über beide Geschosse, das Kleinteilelager ist im zweiten Untergeschoß situiert.
• Apotheke:
Im Erdgeschoß befindet sich die Zentralapotheke, die strengsten funktionellen und hygienischen Vorgaben entspricht. Die der Apotheke zugeordneten Lagerflächen sind im ersten Untergeschoß und im Zentrallager eingeplant.
• Küche:
Im ersten Obergeschoß sind die Produktions- und Verteilerküche sowie die Geschirrspüle zur Versorgung der Patienten und Mitarbeiter des LKH-Universitätsklinikum Graz sowie externer Abnehmer mit einer Gesamtkapazität von 4.700 Mittagessen geplant. Als Produktions-verfahren kommt Cook & Chill zur Anwendung. Das Lebensmittellager ist im zweiten Untergeschoß untergebracht.
• Speisesaal:
Im Erdgeschoß wird der Mitarbeiterspeisesaal für die Mitarbeiter des LKH-Universitätsklinikums Graz untergebracht.
• Bekleidungsausgabe:
Ebenfalls im Erdgeschoß liegt die zentrale Stelle zur Ausgabe, Anpassung und Kennzeichnung der Personalbekleidung.
• Poststelle:
Im Erdgeschoß ist die interne Poststelle zur Anlieferung und Verteilung der öffentlichen Post sowie zur Sammlung und Weiterleitung der ausgehenden Post situiert.
• Gästecasino:
Das erste Obergeschoß bietet Platz für Sonderveranstaltungen und Besprechungen.
• Medizintechnische Koordinationsstelle:
Im zweiten Untergeschoß ist die Medizintechnische Koordinations-stelle, angebunden an den Anlieferbahnhof und den Logistiktunnel, situiert. Hier werden alle ein- und ausgehenden medizintechnischen Geräte erfasst, geprüft und freigegeben.
• Betriebsratsbereich:
Im ersten Obergeschoß sind die Räume für den Betriebsrat und die Behindertenvertrauensperson mit Besprechungsbereich in Kombi-nation mit dem Gästecasino geplant.
Tiefgarage
In der Tiefgarage befinden sich auf den drei untersten Geschoßebenen insgesamt 414 Stellplätze, wobei auf den beiden oberen Ebenen 272 Stellplätze für Patienten und Besucher, auf der untersten Ebene 142 Stellplätze für Mitarbeiter vorgesehen sind.
Zentralsterilisation Gesamthaus
Die Zentralsterilisation befindet sich im zweiten Obergeschoß und entspricht höchsten hygienischen und funktionellen Ansprüchen.
Energiezentrale
Die Trafo- und Notstromzentralen liegen im ersten und im zweiten Untergeschoß. Zur Aufstellung gelangen fünf Trafos mit je 1.600 kVA und drei Notstromaggregate mit je 1.600 kVA Leistung, wobei ein Trafo und ein Notstromaggregat als Reserve zur Ausfallsicherheit vorgesehen sind.
| Kosten (Preisbasis 02/2010, Genauigkeit +/- 15 Prozent): |
71,19 Mio. Euro |
| Projektstart: |
Jänner 2009 |
| Baubeginn: |
November 2011 |
| Rohbau fertig: |
Juni 2013 |
| Gebäude dicht: |
November 2013 |
| Übergabe an Nutzer: |
April 2015 |







