Fertigstellung Zubau Interdisziplinäre Intensivstation LKH Weiz
Weiz am 12. April 2012 -
LKH Weiz: Interdisziplinäre Intensivstation feierlich eröffnet
Intensivmedizinischer Qualitätssprung
Ein großer Tag für das LKH Weiz und die künftigen Intensivpatient(inn)en: Die Eröffnung der topmodernen interdisziplinären Intensiv-station mit vier Intensivbetten und Nebenräumlichkeiten. Damit wird das intensivmedizinische Qualitätsniveau im LKH Weiz deutlich gehoben. So brauchen beispielsweise nun beatmete Intensivpatient(inn)en nicht mehr binnen 24 Stunden in ein anderes Spital verlegt zu werden.
Das LKH Weiz zählt zu Österreichs jüngsten und modernsten Spitälern der Standardversorgung. Eine bauliche Schwachstelle war allerdings von Anfang an die fehlende Intensivstation. Mit der Fertigstellung des zweigeschossigen Erweiterungsbaus wird der Notwendigkeit einer Intermediate Care Unit (interdisziplinäre Intensivstation) mit vier Intensivbetten und einer optionalen Raumvorsorge für zwei weitere Intensivbetten Genüge getan. Zusätzlich kann durch den Zubau die beengte Situation im Aufwachbereich beseitigt werden.
In einer Bauzeit von 15 Monaten wurde das Bauprojekt mit einem Gesamtkostenaufwand von 4,8 Millionen Euro durchgeführt. Großes Augenmerk wurde neben der hohen Ausstattungsqualität auch auf die Optimierung der organisatorischen Spitalsablaufe im Schnittstellenbereich zur interdisziplinären Intensivstation gelegt.
Für den KAGes-Vorstand Dipl.-Ing. Dr. Werner Leodolter, Univ.-Prof. Dr. Petra Kohlberger, MSc sowie Ernst Fartek, MBA bedeutet der Zubau einen enormen Qualitätsschub in der Patientenversorgung: „Mit dem geplanten Zubauprojekt haben wir wesentlich verbesserte intensiv-medizinische Rahmenbedingungen für die PatientInnen wie auch für die engagierte Belegschaft geschaffen. Damit wird auch für das LKH Weiz ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung des hauseigenen Entwicklungs-konzeptes gesetzt, dass damit für die Zukunft infrastrukturell bestens gerüstet ist.“
Der Zubau erfolgt südöstlich des Hauptgebäudes. Der Gang im Erdgeschoss verbindet das Hauptgebäude mit dem Zubau und ermöglicht eine gute Anbindung des OP-Bereiches, der Chirurgischen Ambulanz sowie der Rettungszufahrt an die interdisziplinäre Intensivstation. Im Anschlussbereich des Zubaus wurde auch die bestehende, sehr beengte Aufwachpflege mit vier Betten räumlich vergrößert. Im Untergeschoß des Zubaus sind Haustechnikzentralen, drei Büros, ein Bereitschaftszimmer, sowie ein Personalumkleideraum für Herren und ein Mehrzweckraum untergebracht.
Der zweigeschossige Zubau verfügt über ein eigenes Fluchtstiegenhaus mit baulicher Vorkehrung für einen späteren Lifteinbau im Aufstockungsfall. Der Anbau eines weiteren Baumoduls an der Südwestseite des Zubaus ist möglich.
Institut für Anästhesie und Intensivmedizin
Die perioperative intensivmedizinische Betreuung des LKH Weiz liegt in der Hand des Institutes für Anästhesie und Intensivmedizin unter der Leitung von Prim. Dr. Robert Schmied. Jährlich fallen rund 2.500 Anästhesien an. Knapp die Hälfte davon entfällt auf verschiedene Regionalanästhesietechniken. Vor allem die Schmerztherapie ist dem Team ein besonderes Anliegen entsprechend dem KAGes-Idealbild eines „schmerzfreien Krankenhauses“
Da viele PatientInnen erst am Tag der Operation aufgenommen werden, kommt der Einschätzung des individuellen Patientenrisikos bereits Tage vor der Operation eine besondere Bedeutung zu. Als weitere Aufgabengebiete wurden dem Institut die medizinische Organisation des Bezirks-Notarztwesens und die Führung des Blutdepots anvertraut.
Für die intensivmedizinische Betreuung der Patienten stehen fünf FachärztInnen für Allgemeine Intensivmedizin zur Verfügung.
Ein Bauprojekt von und für die Weizer(inn)en
Spitalsbauten sind stets von hohem öffentlichen Nutzen. Zum einen wird die Spitalsinfrastruktur nachhaltig verbessert, zum anderen die Bauwirtschaft mächtig angekurbelt. Auch bei diesem Zubau konnte die bekannt hohe heimische Wertschöpfung von KAGes-Bauprojekten fortgesetzt werden: In den öffentlichen Ausschreibungen haben sich die steirischen Firmen mit rund 94 Prozent der Gesamtsumme durchgesetzt. 46 Prozent davon wurden von Bauunternehmen aus der Oststeiermark erbracht.
Gesamtkosten:...............................................................................................................€ 4,8 Mio.
Spatenstich:..........................................................................................................Dezember 2010
Gleichenfeier:....................................................................................................................Mai 2011
Inbetriebnahme:.............................................................................................................April 2012
Bauzeit (Jänner 2011 bis März 2012)........................................................................15 Monate







