Gleichenfeier Neubau Funktionstrakt und Eingangszentrum am LKH Leoben
Leoben, am 27. April 2012 -
Gleichenfeier Neubau Funktionstrakt/Eingangszentrum
Leobener Spitalszukunft hat baulich erste imposante Gestalt angenommen
Unter dem Titel „LKH Leoben 2020" befinden sich die Vorhaben zur zukünftigen baulich-funktionellen Gestaltung des Landeskrankenhauses Leoben derzeit in einer intensiven Umsetzungsphase.
Teil und zugleich Kernelement des Gesamtprojektes „LKH Leoben 2020" ist die Errichtung eines Funktionstraktneubaues und eines neuen Eingangszentrums. Mit der Fertigstellung des Rohbaus ist nach 2-jähriger Bauzeit nunmehr der erste Meilenstein in der Realisierung baulich-funktioneller Erneuerung und Modernisierung erreicht und gibt Anlass für diese Gleichenfeier.
Die in einem Etappenplan vorgesehene baulich-funktionelle Erneuerung und Modernisierung des Krankenhauses orientiert sich konsequent an der medizinischen Entwicklungskonzeption der Krankenanstalt, zu der in den letzten Jahren zur Wahrnehmung der Schwerpunktversorgungsfunktion gemeinsam mit dem LKH Bruck/Mur Umsetzungen erfolgt sind.
Ausgeweitetes medizinisches Leistungsangebot
Das zu Teilen umgesetzte medizinische Entwicklungskonzept beinhaltet wesentliche Erweiterungen des medizinischen Leistungsangebotes am LKH Leoben. In Abstimmung zwischen den Krankenhausstandorten Leoben und Bruck/Mur wird mit der Schaffung gezielter und abgestimmter Versorgungsschwerpunkte ein wohnortnaher Zugang zu spezialisierter Medizin auch für die Bevölkerung des obersteirischen Raumes geschaffen werden. Wesentliche Elemente der medizinischen Entwicklungskonzeption am Standort Leoben sind:
• Weiterausbau eines onkologischen Kompetenzschwerpunktes mit Einrichtung einer Strahlentherapie,
• Einrichtung eines interdisziplinären Brustgesundheitszentrums,
• Psychosomatischer Schwerpunkt und Ausbau der Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Rahmen der Abteilung für Kinder und Jugendliche,
• Schwerpunktsetzung im Rahmen der Inneren Medizin mit Departments für Gastroenterologie und Hepatologie, Hämato-Onkologie und Endokrinologie
• Operative Schwerpunktsetzungen mit onkologischer Chirurgie, Abdominalchirurgie, minimal-invasiver Chirurgie, Routine-Unfallversorgung
• Weiterentwicklung des Geburtshilflichen Zentrums mit Risikogeburtshilfe und Pränatal-diagnostik,
• Schaffung einer dermatologischen Tagesklinik
Bis 2020 soll das dazu erforderliche bauliche Entwicklungskonzept umgesetzt sein. Ein baulich-technischer Fahrplan wurde erstellt. Auf Preisbasis Fertigstellung (2020) wird die Gesamtmodernisierung rund eine Viertel-Milliarde Euro kosten. Bei der bekannt hohen regionalen Wertschöpfung von KAGes-Bauten - rund 85 Prozent der Bausummen gehen an regionale bzw. steirische Unternehmen - bedeutet dies einen enormen Impuls für die heimische Bauwirtschaft.
Das Programm „LKH Leoben 2020" umfasst insgesamt folgende Bauabschnitte:
• Interne Intensivstation - Zubau Nord
• Neubau Funktionstrakt und Zubau Eingangszentrum
• Zubau Strahlentherapie-Radioonkologie
• Sanierung Ambulanzen und Schaffung von Kompetenzzentren
• Standardanhebung des gesamten Bettenbereiches (Vierbettzimmer mit eigenen Nasszellen und Zwei- bzw. Einbettzimmern in der Sonderklasse)
• Neubau Verbindungstrakt über alle Geschoße
Neubau Funktionstrakt und Zubau Eingangszentrum
Bei planmäßigem Verlauf wird dieses Bauprojekt in 43 Monaten mit einem Kostenaufwand von geschätzten € 75 Millionen realisiert. Die Generalplanersuche mit integriertem Architektenwettbewerb wurde EU-weit durchgeführt. Mit dem Büro Rinderer & Partner ZT KEG als Generalplaner und Architekt DI Ernst Giselbrecht konnten zwei - in Krankenhausbauten - bewährte Partner gefunden werden.
Neubau Eingangszentrum
Die beiden Haupteingänge sind zu einem neuen Eingangszentrum zusammengeführt, in dem die zentralen Patient(inn)enservice- und Informationsstellen eingerichtet sind. Von hier aus können wichtige Funktionsbereiche wie die Ambulanzen, die Spezialambulanzen, das Kompetenzzentrum, die Notfallaufnahme, der Neubau Strahlentherapie und Radioonkologie und Verwaltung problemlos und einfach erreicht werden.
Der Patienten- und Besucherstrom wird über eine vorgelagerte unterirdische Parkebene an diesen Hauptanknüpfungspunkt geführt. Auf dem Erdgeschoss-niveau wird eine eigene Notfallvorfahrt für Rettungstransporte vorgehalten.
Auf der derzeitigen Zugangsterrasse des bestehenden Mitteltraktes ist der neue Servicebereich (Cafeteria etc.) als eingeschossige Aufstockung mit ostseitig angeschlossener zweigeschossiger Eingangshalle geplant.
Damit konnte das Konzeptionsziel, die Wegeführung für Patient(inn)en und Besucher(innen) sowie für Ver- und Entsorgungsdienste zu entflechten und kompatibel zu gestalten, erfolgreich gelöst werden.
Auf der derzeitigen Zugangsterrasse des bestehenden Mitteltraktes ist der neue Servicebereich (Cafeteria, etc.) als eingeschossige Aufstockung mit ostseitig angeschlossener zweigeschossiger Eingangshalle geplant.
Neubau Funktionstrakt
Erdgeschoss: Die Magistrale durchdringt den Funktionsneubau und leitet vom zentralen Eingangszentrum zu den Fachambulanzen über.
Eine Anbindung an den Erwachsenentrakt 2 ermöglicht erstmals die erdgeschossige innere Anbindung an das Haupthaus Erwachsenentrakt 1 und den Kindertrakt. Als vorbereitende Maßnahme für einen 2. Bauschritt werden Maßnahmen für die künftige Rettungsvorfahrt und die Funktionsstelle Notfallversorgung gesetzt.
1. Obergeschoss: In unmittelbarer Anbindung an das Haupthaus mit den Intensivstationen der Inneren Medizin und der Chirurgie liegt die Funktionsstelle Operation, die als Zentral - OP organisiert ist. Dieses Operationszentrum umfasst acht Operationssäle, davon zwei Dienstoperationssäle. Die acht OP´s sind in drei Gruppen zusammengefasst und optimieren die Betriebsabläufe deutlich. Vorgelagert dazu liegen der Aufwachbereich und die Sterilisation. Unmittelbar angeschlossen an die Funktionsbereiche liegen die Bereitschaftszimmer.
2. Obergeschoss: Die Haustechnikzentralen für die medizinisch hochwertig ausgestatteten Operations- und Sterilisationsräumlichkeiten sind direkt darüber situiert. Die Dienstzimmer der Haustechniker sind diesen Haustechnikzentralen unmittelbar vorgelagert.
3. Obergeschoss: Das Labor einschließlich der administrativen Räume kann niveaugleich von den beiden Bettenhäusern erreicht werden. In diesem Geschoss sind auch zentral gelegene Bereitschafts- und Dienstzimmer des medizinischen Personals situiert.
Kellergeschoss: Die Technikzentralen für Elektroversorgung, Lüftungstechnik, Warmwasseraufbereitung, Enthärtung und Osmoseanlagen sowie die Medizinische Gasanlage liegen unmittelbar unter den zu versorgenden Funktionsstellen. Zur Verbesserung der Transportlogistik wird erstmals eine Anbindung des Erwachsenentraktes 2 im Kellergeschoss geschaffen (Logistiktunnel mit Liftanbindung). Einher geht damit eine Umlegung der Geschirrspüle im Bereich Speisenversorgung. Mit der Zentralisation der Personalgarderoben in den Neubau werden notwendige Flächen im Altbau frei gemacht und zur Altbauertüchtigung herangezogen.
Für die haustechnische Anbindung der zukünftigen Strahlentherapie /Radioonkologie sind unter dem Kellergeschoss und dem Garagendeck begehbare Energiekollektoren vorgesehen.
Neubau Funktionstrakt und Zubau Eingangsbereich:
| Kosten (Preisbasis Fertigstellung |
€ 75 Mio. |
| Baubeginn |
Mai 2010 |
| Inbetriebnahme |
April 2014 |
| Nutzfläche |
7 928m² |







