Eröffnungsfeier der ersten Bauetappe Akutgeriatrie und Remobilisation am Standort Mürzzuschlag
Mürzzuschlag, am 16. Mai 2012 -
Spital geht zukunftsweisenden Schritt
Zum Vorreiter im österreichischen Spitalswesen avancierte in den letzten Jahren das LKH Mürzzuschlag-Mariazell. Mit der Einführung eines beispielgebenden Umweltmanagementsystems, mit der Inbetriebnahme des ersten steirischen Gesundheitszentrums am LKH Mürzzuschlag und mit der Umwandlung von internen Betten in Betten für Akutgeriatrie und Remobilisation hat das Haus in Hinblick auf die künftigen Herausforderungen einen vielbeachteten Weg beschritten.
Die steigende demografische Überalterung unserer Gesellschaft fordert unser Gesundheitssystem und auch die Spitäler in hohem Maße. Für renommierte Gesundheits- und Spitalsexperten ist eine bedarfsgerechte Anpassung der Behandlungs- und Betreuungsangebote für ältere und alte Menschen unabdingbar. Das KAGes-Management hat bereits sehr frühzeitig auf den geänderten Leistungsbedarf reagiert und 15 Betten provisorisch für Akutgeriatrie und Remobilisation in Betrieb genommen. Mit der Adaptierung der Station für Akutgeriatrie und Remobilisation wurde die Anzahl der Betten auf 24 erhöht. Das Bauprojekt umfasste zusätzlich die Adaptierung der Therapiebereiche sowie die Modernisierung der Medizinischen Station.
Mit einem Gesamtinvestitionsaufwand in der Höhe von sechs Millionen Euro wurde das Bauprojekt in 22 Monaten - sowohl von der Zeit wie auch von den Kosten - planmäßig durchgeführt.
Erfreulicher Bauimpuls für die Region und die Steiermark
Der Zubau wirkt sich in doppelter Hinsicht erfreulich für die östliche Obersteiermark Region aus. Zum einen kommen der Zubau und die Modernisierung den PatientInnen und den MitarbeiterInnen zugute, zum anderen profitiert natürlich auch die regionale Bauwirtschaft. Die bekannt hohe heimische Wertschöpfung bei KAGes-Bauprojekten hat sich auch bei der Errichtung dieses Zubaus fortgesetzt. Von der gesamten Bausumme in der Höhe von sechs Millionen Euro konnten knapp 5,6 Millionen Euro, d.s. 93 Prozent an steirische Unternehmen vergeben werden. Davon wiederum gingen allein 60 Prozent (3,36 Millionen Euro) an in der Region Mürzzuschlag ansässige Unternehmen.
Das Bauvorhaben im Detail:
Das Projekt umfasste einen Zubau im Norden des Gebäudes des LKH Mürzzuschlag sowie die Adaptierungen der bestehenden Stationen im Erdgeschoss, im ersten Obergeschoss und im Kellergeschoss.
Im Kellergeschoss ist der Großteil der Physiotherapie untergebracht. Weitere physiotherapeutische Therapiemöglichkeiten gibt es auf der neu geschaffenen Akutgeriatrie (AG) und Remobilisationsstation (REM) im Erdgeschoss. Dieser Therapiebereich ist ausschließlich den stationären AG/REM-Patienten vorbehalten.
Im Untergeschoss wurden Räumlichkeiten für Fangotherapien, Zellenbad und Massagen sowie der Gruppenraum geschaffen. Neu gestaltet wurde der Warte- und Anmeldebereich für die Physiotherapie/Rheumatologie.
Im Erdgeschoss liegt die neu gestaltete und erweiterte AG/REM-Station mit 24 Betten. Diese teilen sich auf in vier Vierbettzimmer, zwei Dreibettzimmer und ein Zweibettzimmer. Der Flächenstandard liegt auf der AG/REM-Station mit 32 m² pro Bett im Vergleich zu normalen Pflegestationen (22 m² pro Bett) deutlich höher. Dieser höhere Flächenbedarf bedingt größere Zimmer mit größeren Sanitärbereichen. Dieser Sachverhalt und auch die Erfordernis zusätzlicher Therapieräume machten letztlich auch den Zubau unumgänglich.
Erweitert und modernisiert wurde der Stationsstützpunkt. Die großzügig gestaltete Übungsküche wurde im Anschluss an den Aufenthaltsraum platziert und ist räumlich durch eine mobile Trennwand trennbar. Im Erdgeschoss befindet sich der Raum für die Ergotherapie. Dieser ist für Besprechungen und geriatrische Assessments nutzbar. Ein Raum für manuelle Physiotherapie sowie ein mit EDV-Geräten ausgestatteter Arbeitsraum wurde ebenso errichtet. Letzterer kann auch von den Logotherapeuten sowie den Sozialarbeitern mitbenutzt werden.
Im ersten Obergeschoss liegt die neugestaltete Pflegestation für Innere Medizin mit insgesamt 26 Betten (exklusive der 4 Betten der Herzüberwachung). Die Zimmer sind mit eigenen Sanitärzellen, die vom Zimmer aus begehbar sind, ausgestattet. Zusätzlich erweitert und modernisiert wurde der Stationsstützpunkt.
|
Kosten |
6,04 Mio. € |
| Baubeginn Abbruch |
Juli 2010 |
| Baubeginn Rohbau |
August 2010 |
| Baufertigstellung |
Mai 2012 |
| Bauzeit |
22 Monate |
| Gesamte Umbauflläche |
1472 m² |
| davon Bestand |
975 m² |
| davon Zubau |
497 m² |










