Behindertenbeschäftigung in der KAGes ist top
Graz, am 6. Juni 2012 -
Anerkennungspreis für vorbildliche Behindertenpolitik
Für besonders beispielgebende und vorbildliche Behindertenarbeit in den Spitälern haben die beiden KAGes-Zentralbehindertenvertrauenspersonen Franz Rossegger und Ursula Stauder den „KAGes-Anerkennungspreis für vorbildliche Behindertenpolitik" ausgeschrieben. Von einer unabhängigen externen Fachjury wurden die besten Leistungen in den vier Kategorien Barrierefreiheit, Unternehmenskultur, Soziale Verantwortung und Integration ausgewählt und gekürt. Gestern wurden in einem feierlichen Festakt im Steinernen Saal des Landhauses die fünf Preisträger geehrt.
Unternehmerische Behindertenpolitik einmal anders. Und dies innovativ und zukunftsweisend. Die KAGes beschäftigt rund 1.800 MitarbeiterInnen mit Behinderungen und übererfüllt damit den gesetzlichen Normwert um rund 500 Personen. Mit einer engagierten unternehmerischen Behindertenpolitik in den letzten Jahren konnte daraus eine win-win-Situation erzielt werden. Menschen mit Behinderung verfügen sehr häufig über außergewöhnliche Fähigkeiten und Begabungen. Dazu kommen vorbildliche Einsatzbereitschaft und ein ausgeprägter Leistungswille. Tugenden, die modernes Personalmanagement zu schätzen gelernt hat und sich deshalb auch verstärkt mit Einsatz- und Integrationsmodellen für Menschen mit Behinderung beschäftigt.
In den vier Kategorien konnten folgende Spitäler für ihre herausragenden Leistungen prämiert werden:
• Barrierefreiheit: Spital Knittelfeld
• Unternehmenskultur: LKH-Univ.-Klinikum Graz
• Soziale Verantwortung: LKH Leoben
• Integration: LKH Bruck an der Mur und LKH Stolzalpe
Highlights der Behindertenarbeit in der KAGes
• Die KAGes ist beispielgebend für eine wirksame und nachhaltige Behindertenintegration: 60 Behindertenvertrauenspersonen und zwei Zentral-Behindertenvertrauenspersonen betreuen die behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter KAGes-weit in sozialen, gesundheitlichen, kulturellen und persönlichen Angelegenheiten.
• Mit dem Pilotprojekt "Gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung für behinderte Menschen" konnte ein bundesweit vielbeachtetes Projekt gestartet und erfolgreich umgesetzt werden. 25 arbeitslose behinderte Menschen haben über einen Zeitraum von zwei Jahren Arbeit gefunden. Zehn davon wurden anschließend von der KAGes übernommen.
• Einen wesentlichen Beitrag zur Integration behinderter Mitarbeiterinnen leistete das einjährige Frauenprojekt SITAF (Steirisches IT-Ausbildungsprojekt für Frauen), in dem 20 Mitarbeiterinnen mit Handicap - in Vorbereitung auf ihre neuen beruflichen Aufgaben - umgeschult werden konnten.
• Mit dem österreichweiten KAGes-Pilotprojekt „TZ ab 55" konnte für ältere behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch die Altersteilzeit-Ersatzregelung der Arbeitsdruck reduziert werden. 2011 wird dieses mittlerweile bewährte Projekt mit weiteren zehn behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fortgesetzt.
• Wertvolle Unterstützung im persönlichen Umgang bietet das Projekt ISUV (Informations-Schulung für unsere Vorgesetzten). 85 Vorgesetzte wurden für Besonderheiten im Umgang mit behinderten Mitarbeitern sensibilisiert
• Im Rahmen des EU-Projektes Leonardo da Vinci „eqm pd" (European Quality Management for persons with disabilities) führte das KAGes-Behinderten-Knowhow zu neuen Erkenntnissen, die in das neue Ausbildungscurriculum für Fachkräfte in der Behindertenhilfe eingearbeitet wurden.
• Bundesweite Anerkennung Anton-Benya-Preis 2006
• Finaleinzug Liese-Prokop-Preis 2008







