HerzMobil Steiermark

HerzMobil Steiermark ist ein umfassendes Versorgungsprogramm, dass Patient*innen mit Herzinsuffizienz (Herzschw√§che) Wege und Wartezeiten durch den Einsatz von Telemedizin erspart ‚Äď bei gleicher Versorgungssicherheit.

Über ein tägliches Telemonitoring von medizinischen Werten und durch schrittweise telemedizinische Anpassungen der medikamentösen Therapie soll das Selbstpflegeverhalten verbessert, die Krankheit stabilisiert und somit die Lebensqualität der Patient*innen verbessert werden.

Was ist Herzschwäche/Herzinsuffizienz?

Brosch√ľre mit Klick auf das Bild √∂ffnen | ¬© KAGes

Von Herzschw√§che oder Herzinsuffizienz (HI) spricht man, wenn Beschwerden wie Atemnot unter Belastung oder in Ruhe, eingeschr√§nkte k√∂rperliche Leistungsf√§higkeit oder Neigung zu Wassereinlagerung (√Ėdeme) auf eine Fehlfunktion des Herzens zur√ľckgef√ľhrt werden k√∂nnen.

N√§here Informationen √ľber die Erkrankung, deren Ursachen, dem Diagnoseweg oder auch dem Umgang mit der Erkrankung erhalten Sie in unserer Brosch√ľre ‚ÄěBesser leben mit Herzinsuffizienz‚Äú ‚Äď diese k√∂nnen Sie aufrufen und herunterladen, indem Sie auf das Bild rechts klicken.

 

Patienteninformationen

Bei Interesse k√∂nnen Sie sich bei Ihrer behandelnden √Ąrztin/Ihrem behandelnden Arzt √ľber das HerzMobil-Programm informieren. Wenn das Programm f√ľr Sie passt, erhalten Sie auch Informationen √ľber die weitere Vorgehensweise von Ihrer √Ąrztin/Ihrem Arzt ihm bzw. von einer speziell ausgebildeten Pflegeperson (‚ÄěHerzinsuffizienz-Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege‚Äú, ‚ÄěHI-DGKP‚Äú) im Krankenhaus. Ob eine Teilnahme m√∂glich ist, wird nach bestimmten Einschlusskriterien beurteilt ‚Äď siehe dazu die nachfolgenden Informationen. 

Das umfassende Versorgungsprogramm ist auf drei Monate angelegt. Sollte es f√ľr die l√§ngerfristige Stabilisierung der Erkrankung notwendig sein, kann auch eine Verl√§ngerung auf sechs Monate beschlossen werden. Danach sind die Patient*innen in der Regel im Umgang mit der Krankheit besser ge√ľbt und k√∂nnen Entwicklungen gut selbst einsch√§tzen.

Die Teilnehmer erhalten von einer speziell geschulten ‚ÄěHerzinsuffizienz ‚Äď DGKP‚Äú eine intensive Schulung √ľber die Erkrankung und das telemedizinische System. Das System besteht aus einer K√∂rperwaage, einem Blutdruck- und Pulsmessger√§t und einem speziellen Mobiltelefon. Damit k√∂nnen Patienten selbstst√§ndig erhobene Messdaten (Gewicht, Puls, Blutdruck), die aktuelle Befindlichkeit und die Einnahme der relevanten Medikamente einfach und rasch √ľbertragen. Eine Verschlechterung der Erkrankung wird dadurch eher erkannt und durch eine fr√ľhzeitige √Ąnderung der Medikation kann m√∂glicherweise ein erneuter Krankenhausaufenthalt verhindert werden.

Die ‚ÄěHerzinsuffizienz ‚Äď DGKP‚Äú f√ľhrt innerhalb der ersten Wochen einen Hausbesuch durch, um auch das soziale Umfeld der Teilnehmer in die Betreuung einzubeziehen. Dabei werden nochmals wichtige Themen durchgesprochen und offene Fragen von Seiten der Patient*innen beantwortet. Ein ganz wichtiger Punkt im Versorgungsprogramm HerzMobil Steiermark ist die Kommunikation zwischen Patient*in, Pflegeperson und Arzt/√Ąrztin, wobei diese sowohl pers√∂nlich, telefonisch und auch √ľber das telemedizinische System erfolgen kann. Die √§rztliche Netzwerkversorgung nach der Krankenhausentlassung wird von niedergelassenen Fach√§rzt*innen f√ľr Innere Medizin bzw. von √Ąrzt*innen im Krankenhaus √ľbernommen. Es sind drei Besuche innerhalb von drei Monaten in der Ordination inbegriffen.

 

Grunds√§tzlich m√ľssen Patient*innen in der Lage sein, das zur Verf√ľgung gestellte Mobiltelefon zu nutzen oder Angeh√∂rige haben, die sie dabei unterst√ľtzen. Da die Bedienung jedoch sehr einfach gestaltet ist, stellt dieses Thema meistens keine Barriere dar, wie auch die Ergebnisse der Patientenbefragung ergeben haben ‚Äď siehe Patientenerfahrungen.

F√ľr die Teilnahme werden den Patient*innen ein Blutdruck-/Pulsmessger√§t, eine elektronische Personenwaage, ein spezielles Mobiltelefon inklusive Ladekabel und eine pers√∂nliche ‚ÄěHerzMobil Steiermark‚Äú-Karte zur Verf√ľgung gestellt. Die Einweisung in die Handhabung der Ger√§te erfolgt durch geschulte Pflegepersonen.

Patient*innen messen t√§glich Blutdruck und Puls mit dem Blutdruckmessger√§t sowie das K√∂rpergewicht mit der elektronischen Personenwaage. Die Erfassung der Vitaldaten erfolgt mit Hilfe des speziellen Mobiltelefons, das nur f√ľr diesen Zweck verwendet wird.

Zur Erfassung und √úbertragung der Daten m√ľssen Sie die HerzMobil Steiermark-Karte in die N√§he des HerzMobil-Mobiltelefons halten, um die HerzMobil-App zu √∂ffnen. Blutdruck, Puls und K√∂rpergewicht k√∂nnen nun automatisch √ľbertragen werden. Durch einfaches Ber√ľhren des Bildschirms am Mobiltelefon werden das t√§gliche Befinden und die Einnahme der verordneten ‚ÄěHerzmedikamente‚Äú dokumentiert. Damit sind alle Daten erfasst und werden automatisch an die Datenzentrale der KAGes √ľber eine gesch√ľtzte Internetverbindung √ľbermittelt ‚Äď die sensiblen Daten werden dabei verschl√ľsselt √ľbertragen.

Das Betreuungsteam von HerzMobil Steiermark kontrolliert in regelm√§√üigen Abst√§nden die √ľbermittelten Messwerte der Patient*innen. Dabei wird darauf geachtet, ob diese Messwerte innerhalb der individuellen Grenzwerte liegen, die f√ľr jede Patientin/jeden Patienten festgelegt werden. Liegen die Messwerte au√üerhalb der Grenzwerte, wird das Betreuungsteam automatisch benachrichtigt und kann so darauf reagieren. Wenn n√∂tig, wird die Therapie entsprechend angepasst, um das bestm√∂gliche Ergebnis zu erzielen.

An dieser Stelle ist jedoch wichtig zu wissen, dass HerzMobil Steiermark kein Notfallsystem darstellt! Sollte sich der Gesundheitszustand akut verschlechtern, muss die Notaufnahme eines Krankenhauses aufgesucht werden!

Derzeit ist die Versorgung im Programm f√ľr alle Patient*innen mit Versicherung in √Ėsterreich kostenlos. HerzMobil Steiermark wird vom Gesundheitsfonds Steiermark und der Sozialversicherung finanziert.

Kontakt

F√ľr weitere Fragen zum Projekt steht Ihnen zur Verf√ľgung: 

Frau Bernadette Taucher, BSc., MSc.
Telefon: +43 (316) 340-5562
Mail: bernadette.taucher@kages.at 

Patientenerfahrungen

89,1 %
sehen Verbesserung der Gesundheit & der Lebensqualität
95,2 %
sind zufrieden und w√ľrden Programm weiterempfehlen
95,3 %
beurteilen Einschulung, Betreuung & Information als sehr gut
94,7 %
konnten Smartphone & Geräte gut bedienen

‚ÄěDanke f√ľr die Schaffung von HerzMobil. Durch wirklich einfache Selbstkontrolle und Handhabung der diversen Ger√§te, aber auch durch die ausf√ľhrlichen Gespr√§che ist f√ľr jeden Teilnehmer eine positive Sicherheit bzgl. des Zustandes gegeben.‚Äú

Friedrich Kirchner, HerzMobil Steiermark Patient im Jahr 2019

‚ÄěIch war mit der Nachbetreuung sehr zufrieden. Es wurde immer nachgefragt, wie es mir geht, besonders wenn Blutdruck oder Gewicht sich ver√§ndert haben.‚Äú

Helmut Kriz, HerzMobil Steiermark Patient im Jahr 2019

‚ÄěMit Information, Betreuung und Umsorge war und bin ich sehr zufrieden und dankbar.‚Äú

Franz Higatzberger, HerzMobil Steiermark Patient im Jahr 2019

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