mobiREM Steiermark

Was ist mobiREM?

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mobiREM steht f√ľr mobile geriatrische Remobilisation und erg√§nzt die bereits etablierten Angebote an tagesambulanter und station√§rer Remobilisation, die zuk√ľnftig kombiniert oder gegebenenfalls ersetzt werden k√∂nnen. Bei mobiREM kommt das mobile geriatrische Team zu den Patient*innen nach Hause und nutzt die h√§usliche Umgebung als Trainingsfeld. Dabei werden auch pflegende Angeh√∂rige bestm√∂glich einbezogen. Ziel ist die Wiedererlangung einer gr√∂√ütm√∂glichen Selbstst√§ndigkeit im Alltag und ein ‚ÄěDaheim sein K√∂nnen‚Äú so lange wie m√∂glich zu gew√§hrleisten. Pflegebed√ľrftigkeit soll hinausgez√∂gert und bestenfalls hintangehalten werden. Das multiprofessionelle Team besteht aus √Ąrzt*innen, Physiotherapeut*innen, Ergotherapeut*innen und Sozialarbeiter*innen sowie gegebenenfalls weiteren Berufsgruppen, die √ľber Wissen und Erfahrung in der Arbeit mit geriatrischen Patient*innen verf√ľgen.

Information f√ľr Patient*innen

© Adobe Stock/Rido

Das Ziel von mobiREM ist, dass Sie im Alltag wieder selbstst√§ndig werden und so lange als m√∂glich zu Hause bleiben k√∂nnen. Daf√ľr kommt das mobiREM-Team zu Ihnen nach Hause. Die Probleme werden dort gel√∂st, wo sie auftreten. Somit wird der Alltag mit seinen Anforderungen an die allt√§gliche Lebensf√ľhrung zum √úbungs- und Trainingsfeld. Durch das Training werden die Mobilit√§t und Selbstst√§ndigkeit wiederhergestellt und verbessert. Ihre Angeh√∂rigen k√∂nnen bei den Behandlungen dabei sein und sie lernen worauf auch sie achten k√∂nnen. Die Behandlungen werden an Ihren normalen Tagesablauf angepasst. Die basismedizinische Versorgung bleibt bei den Haus√§rzt*innen. Auch eine notwendige pflegerische Betreuung wird nicht durch mobiREM ersetzt.

Eine Teilnahme am mobiREM-Programm ist f√ľr √§ltere Menschen mit mehreren Grunderkrankungen mit einer Beeintr√§chtigung nach einer akuten Krankheit, Unfall oder Operation, nach der Entlassung aus dem Krankenhaus m√∂glich, sofern eine Therapie weitergef√ľhrt werden soll. Voraussetzung ist, dass die Grundversorgung zu Hause (z.B. Pflege, Essen) gew√§hrleistet ist und ein Bedarf an einer geriatrischen Behandlung mit unterschiedlichen Berufsgruppen besteht. Das hei√üt, dass zum Beispiel nicht nur ein alleiniger Bedarf an Physiotherapie besteht.

Bei mobiREM kommt das Team zu Ihnen nach Hause. Die Probleme werden dort gel√∂st, wo sie auftreten. Somit wird der Alltag mit seinen Anforderungen an die allt√§gliche Lebensf√ľhrung zum √úbungs- und Trainingsfeld. Ihre Angeh√∂rigen k√∂nnen bei den Behandlungen dabei sein und sie lernen worauf auch sie achten k√∂nnen. Die Behandlungen werden an Ihren normalen Tagesablauf angepasst. Bei mobiREM gibt es die gleichen Therapiem√∂glichkeiten wie bei der station√§ren Behandlung auf einer Remobilisationsstation.

© Adobe Stock/Robert Kneschke

Die Anmeldung zum mobiREM-Programm erfolgt durch die behandelnden √Ąrzt*innen im Krankenhaus oder Ihre*n Hausarzt*√§rztin.

Nachdem das Formular mit ihrer Anmeldung bei uns eingelangt ist, wird dieses vom mobiREM-Team begutachtet. Zeitnah wird der*die Zuweiser*in √ľber eine Zu- oder Absage informiert.

Nach der Zusage ruft der*die Koordinator*in Sie an, um einen Termin f√ľr den ersten mobiREM-Besuch zu vereinbaren. Beim ersten Besuch werden Sie von einem Mitglied des mobiREM-Teams untersucht. Nach abgeschlossener geriatrischer Ersteinsch√§tzung werden mit Ihnen das Ziel der Remobilisation und die Anzahl der Therapien festgelegt. Gerne kann auch eine Vertrauensperson von Ihnen dabei sein.

√úber mehrere Wochen werden Sie zu Hause etwa zwei bis dreimal pro Woche (Montag ‚Äď Freitag) beraten und therapiert. Die Anzahl der Therapien und die Dauer der einzelnen Einheiten werden mit Ihnen gemeinsam, abh√§ngig von Ihrem gesundheitlichen Zustand, vereinbart.

Nach dem ersten mobiREM-Besuch wird festgelegt, welche Mitglieder des mobiREM-Team sie betreuen werden. Das h√§ngt davon ab, welches Akutereignis sie hatten und welche medizinische Problemstellungen in Ihrem Alltag relevant sind. Das Team besteht aus √Ąrzt*innen, Therapeut*innen, Sozialarbeiter*innen und bei Bedarf auch aus weiteren Berufsgruppen. Alle haben Wissen und Erfahrung in der Arbeit mit √§lteren Menschen.

√Ąrzt*in

Der*die Arzt*√Ąrztin f√ľhrt die Erstuntersuchung und das Erstgespr√§ch mit Ihnen durch. Als Leitung des mobiREM-Teams entscheidet der*die Arzt*√Ąrztin √ľber Zu- oder Absage. Der*die Arzt*√Ąrztin koordiniert die mobiREM-Ma√ünahmen und erstellt einen mobiREM-Befund und den mobiREM-Abschlussbericht.


Physiotherapeut*in

Der*die Physiotherapeut*in unterst√ľtzt bei der Wiedererlangung der Selbstst√§ndigkeit im Bereich Mobilit√§t und verbessert die k√∂rperlichen Funktionen. Sie passen Hilfsmittel an (z.B. Rollmobil, Aufstehhilfen‚Ķ) und erkl√§ren Ihnen, wie diese handzuhaben sind.


Ergotherapeut*in

Der*die Ergotherapeut*in trainiert mit Ihnen alltagsrelevante Aktivitäten, z.B. Waschen und Anziehen. Sie passen Hilfsmittel, z.B. Greifzange an und erklären Ihnen, wie sie damit umgehen. Der*die Ergotherapeut*in arbeitet mit Ihnen an der Verbesserung Ihrer sensomotorischen und neuropsychologischen Fähigkeiten (z.B. Gleichgewicht und Gedächtnis).


Sozialarbeiter*in

Der*die Sozialarbeiter*in ber√§t Sie und ggf. Ihre Vertrauensperson darin, welche Unterst√ľtzung (z.B. Pflegegeldansuchen, Vermittlung von Besuchsdiensten, mobile Dienste‚Ķ) Ihnen helfen kann und vermittelt Sie bei Bedarf an die zust√§ndigen Stellen. Dabei arbeitet er*sie mit anderen Einrichtungen zusammen.


Koordinator*in

Der*die Koordinator*in ist Ihre Ansprechperson f√ľr alle organisatorischen Angelegenheiten.

Sie erarbeiten das Therapieprogramm gemeinsam mit den Therapeut*innen. In der Zwischenzeit trainieren Sie selbst oder mit Unterst√ľtzung Ihrer Angeh√∂rigen. Wir bitten Sie auch, Ihren Wohnraum entsprechend der Empfehlungen des mobiREM-Teams anzupassen.

Wenn zwischen den Therapien Fragen auftauchen, schreiben Sie diese bitte auf. Beim nächsten Besuch werden wir mit Ihnen gemeinsam Ihre Fragen besprechen.

Derzeit ist mobiREM f√ľr alle Patient*innen mit Krankenversicherung in √Ėsterreich und Wohnort in der Steiermark kostenlos. mobiREM wird vom Gesundheitsfonds Steiermark und von den Krankenversicherungstr√§gern finanziert.

Häufige Fragen und Kontakt

Bei akuten Schmerzen wenden Sie sich umgehend an den*die Hausarzt*ärztin. Sie unterbrechen das selbständige Übungsprogramm und besprechen das Problem beim nächsten Termin mit unserem Team.

Wenn Sie an einer akuten Erkrankung leiden oder sich Ihr Zustandsbild so ver√§ndert hat, dass Sie mobiREM nicht mehr in Anspruch nehmen k√∂nnen oder unterbrechen m√ľssen, kontaktieren Sie bitte Ihren*Ihre Hausarzt*Haus√§rztin und unser mobiREM-Team.

Bitte rufen Sie die Koordination Ihres mobiREM-Teams zeitnah an, um einen neuen Termin zu vereinbaren.

Bitte besprechen Sie dies beim nächsten Hausbesuch mit uns.

Ich habe noch eine Frage. Wer hilft mir weiter?

Bitte schreiben Sie uns ein Email: koordination.mobirem@kages.at oder rufen Sie uns an: 0316/340-5585

 

 

mobiREM-Teams

mobiREM Team

Kontakt

Einzugsgebiet

mobiREM GU Nord

Tel.: 03124/501-7260

Fax: 03124/501-7265 

Mail: mobirem@lkh-graz2.at

Gratkorn, Peggau, Sankt Bartholomä, Sankt Oswald bei Plankenwarth, Sankt Radegund bei Graz, Semriach, Stattegg, Stiwoll, Thal, Übelbach, Weinitzen, Deutschfeistritz, Frohnleiten, Gratwein-Straßengel, Hitzendorf, Stadt Graz Bezirke Andritz, Gösting

mobiREM Elisabethinen

Tel.: 0316/7063-4300

Fax: 0316/7063-904303

Mail: mobirem@elisabethinen.at

Stadt Graz Bezirke: Eggenberg, Lend, Wetzelsdorf, Gries, Straßgang, Puntigam

mobiREM Albert Schweitzer Klinik

Tel.: 0316/7060-6070

Fax: 0316/7060-6079

Mail: ggz.mobirem@stadt.graz.at

Stadt Graz Bezirke: Geidorf, Mariatrost, Innere Stadt, Ries, Waltendorf, St. Leonhard, Jakomini, St. Peter, Liebenau

mobiREM Bad Radkersburg

Tel.: 03476/2401-2410 (erreichbar Mo. bis Fr. 8:00 bis 12:00 Uhr)

Fax: 03476/2401-3529

Mail: mobirem.bra.sst@kages.at 

Halbenrein, Jagerberg, Kapfenstein, Klöch, Murfeld, Tieschen, Bad Gleichenberg, Bad Radkersburg, Deutsch Goritz, Gnas, Mureck, St. Anna am Aigen, St. Peter am Ottersbach, Straden

mobiREM Voitsberg

Tel.: 03142/201-3797

Fax: 03142/201-3799

Krottendorf-Gaisfeld, Ligist, Mooskirchen, Rosental an der Kainach, Sankt Martin am W√∂llmi√überg, Stallhofen, Voitsberg, B√§rnbach, Edelschrott, Geistthal-S√∂dingberg, Hirschegg-Pack, Kainach bei Voitsberg, K√∂flach, Maria Lankowitz, S√∂ding-Sankt Johann

mobiREM GU Nord

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Die mobiREM-Mitarbeiter*innen √ľber das Projekt

© KAGes

‚ÄěIm Klinikalltag passiert das Wasch- und Anziehtraining in einem barrierenfreien Bad. In der mobiREM arbeite ich direkt im Alltag und Leben der Patient*innen. Eine Patientin konnte seit Ewigkeiten wieder ihre Wohnung verlassen. √úber die Hausverwaltung konnten wir organisieren, dass im Stiegenhaus Haltegriffe montiert wurden.‚Äú

Anna Strasser, Ergotherapie

© KAGes

‚ÄěIch finde es super, die Patient*innen zuhause zu betreuen. Hilfsangebote lassen sich viel ma√ügeschneiderter organisieren. Ich sehe das Umfeld und was ben√∂tigt wird.‚Äú

Sabrina Stacherl, MA, Sozialarbeiterin

© Klasnic

‚ÄěIch habe einen gesamtheitlichen Blick auf die Patient*innen. In der mobiREM lerne ich die Patient*innen in ihrem pers√∂nlichen Umfeld besser als im station√§ren Setting kennen. Es steht nicht die Krankheit im Vordergrund sondern der Blick richtet sich auf L√∂sungen im h√§uslichen Umfeld.‚Äú

Dr. Lisa Klasnic-Mistiloglou, √Ąrztin

© KAGes

‚ÄěF√ľr mich ist es sch√∂n, die Patient*innen in ihrem eigenen Umfeld zu erleben und dort mit der Therapie ansetzen zu k√∂nnen.‚Äú

Tamara Bärnfeind, BSc, Ergotherapeutin